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von Michaela Lipp


Einsamkeit

Du hast keine Zähne, aber du nagst an mir. An meinen Nerven

Du hast keine Hände, aber du greifst nach mir

Du hast keine Augen, aber du findest mich immer. Auch im Dunklen

Du hast kein Radar, aber ich kann mich nirgendwo vor dir verbergen

Du hast keine Ohren, aber du hörst mein noch so leises Klagen

Ich mag dich nicht

Zweisamkeit

Ich beiße mich fest an dich

Ich klammere mich an dich

Ich sehe dich

Ich orte dich

Ich höre dich

Ich fühle dich

Ich brauche dich

Ich liebe dich!


  • Admin

von Michael Klaus Miller


Ich war noch weit entfernt

und die Höhen schienen mir unerreichbar,

Ermüdung ließ mich innehalten und ich nahm

auf einer Bank Platz, die mir einen Ausblick auf das Kremstal

gewährte und die Donau, die noch so floß wie

vor tausenden von Jahren, sich langsam hinzog wie

ein schönes Band, das, von Weinbergen umgeben,

eine friedliche Unterbrechung der Landschaft bot,

ein blauer Strom, so alt, dass man die Jahre nicht abschätzen

konnte, auch die Römer hatten von "Danuvius" gesprochen und den

Wein genossen, der hier wächst, der Dichter Klopstock fiel mir ein, der

Wein und Frauen miteinander verglichen hatte, und der Sänger Blondel,

der in Dürnstein seinen König Richard Löwenherz gefunden hatte, so

blieb ich sitzen und ließ mir von der Vergangenheit erzählen.

  • Admin

von Hubert Poell


Rehe auf dem kargen Feld

Reif auf der Erde

sonnenbeschienen


(16.11.2017, auf der Zugfahrt nach Wein, bei Kirchberg)



Nun hat er Muße träumt leise unter dem Schnee unser Apfelbaum


(im Garten in Egelsee, Semesterferien 2018)


Manchmal scheint Realität magisch wie Träume magischer oft noch


(Sinnfrage abends nach anhaltender Verwaltungstätigkeit, Zeitpunkt verdrängt)


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