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  • Admin

von Michael Klaus Miller


Ich war noch weit entfernt

und die Höhen schienen mir unerreichbar,

Ermüdung ließ mich innehalten und ich nahm

auf einer Bank Platz, die mir einen Ausblick auf das Kremstal

gewährte und die Donau, die noch so floß wie

vor tausenden von Jahren, sich langsam hinzog wie

ein schönes Band, das, von Weinbergen umgeben,

eine friedliche Unterbrechung der Landschaft bot,

ein blauer Strom, so alt, dass man die Jahre nicht abschätzen

konnte, auch die Römer hatten von "Danuvius" gesprochen und den

Wein genossen, der hier wächst, der Dichter Klopstock fiel mir ein, der

Wein und Frauen miteinander verglichen hatte, und der Sänger Blondel,

der in Dürnstein seinen König Richard Löwenherz gefunden hatte, so

blieb ich sitzen und ließ mir von der Vergangenheit erzählen.

  • Admin

von Hubert Poell


Rehe auf dem kargen Feld

Reif auf der Erde

sonnenbeschienen


(16.11.2017, auf der Zugfahrt nach Wein, bei Kirchberg)



Nun hat er Muße träumt leise unter dem Schnee unser Apfelbaum


(im Garten in Egelsee, Semesterferien 2018)


Manchmal scheint Realität magisch wie Träume magischer oft noch


(Sinnfrage abends nach anhaltender Verwaltungstätigkeit, Zeitpunkt verdrängt)


  • Admin

Lyrik von Mag. Maria Schiffinger

Plötzlicher Frühlingsbeginn. Bruch der Freude durch die Ozongefahr. Offener Boden ist unbebauter, ungeschützter, verletzlicher Boden. Schmerz auf der Haut und über den Verlust der heilen Umwelt.


Frühlingsexplosion

wie nie zuvor:

Blütenfackeln, Feuerwerk

aus Farben,

grelles Licht.


Sonne brennt auf Gesichter

wie auf offenen Boden.

Schmerz entflammt.

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