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  • Admin

Lyrik von Mag. Maria Schiffinger

Plötzlicher Frühlingsbeginn. Bruch der Freude durch die Ozongefahr. Offener Boden ist unbebauter, ungeschützter, verletzlicher Boden. Schmerz auf der Haut und über den Verlust der heilen Umwelt.


Frühlingsexplosion

wie nie zuvor:

Blütenfackeln, Feuerwerk

aus Farben,

grelles Licht.


Sonne brennt auf Gesichter

wie auf offenen Boden.

Schmerz entflammt.

  • Admin

Lyrik von Michael Klaus Miller


Man kann des Abends in den Wiesen,

im Meer von Blumen, wenn sie blühen,

die Stille selbst in ihrem Blumenkranz erblicken,

ein Klingeln in den weit Entfernten finden.


Der Frühling öffnet manchen Kelch,

er fällt mit Schleier in den Wiesen,

am Wasser können neu die Träume werden

und unter losen Blätterholz Gedanken.


  • Admin

Lyrik von Michael Klaus Miller


Sommer

Der grüne Ahorn kann seine Blätter gut halten.

Der Staub der Straße

ist im Alltag der Zeit nur gut.

Lasse mich nicht fallen,

hört man ein Blatt.

Spazierende suchen die Offenheit des Sommers.

Atemluft: Atmen hört man nicht.

Ein Vogelschrei kling wie: Muttersuche.

Kann der Sommer die Herzen öffnen?

Still!

Werden die Blätter zerfließen?

Können die Menschen Chöre anstimmen?

Ach, ich weiß nicht.

Soll ich das Herz des Sommers fallen lassen?



Naturbad in Drosendorf

Ich getraute mich nicht weiter,

denn die mächtigen Felsblöcke,

die das Wasser stauten,

standen wie unter schwerem Druck,

Wasser plätscherte nur wenig über den Rand,

wie aus großen Töpfen, überlaufend,

manche Schwimmerin fiel mir auf

und da Nacktbaden hier möglich war

stieg ich doch ins Wasser,

zudem riefen unentwegt schöne Körper:

"Ergib dich dem Wandel der Zeit!"




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